Archiv für 7. Mai 2008

07
Mai

Kueste wir kommen

Nachdem wir gestern gegen halb 1 dann endlich einen Parkplatz zum schlafen gefunden hatten ging es heut morgen erst mal weiter in die Stadt. In einer Mall lies sich auch Internet finden. Wir haben jetzt die letzten 4 Tage hochgeladen. Viel Spass damit. Gleich geht es noch was durch Sacramento und anschliessend Richtung Kueste.

Bis dann

Sebastian & Timo

03.04.2008
04.05.2008
05.05.2008
06.05.2008

07
Mai

Endlich richtige Wasserfaelle

Der Tag begann wieder frueh, viel zu frueh. Um genauer zu sein mitten in der Nacht, denn Draussen war es ganz schoen kalt geworden und deswegen wurde erst mal der Pullover aus der chaotischen Hinterbank gekramt und sich dann in den Schlafsack eingemuemmelt. Man steht immer vor der Wahl entweder richtig aufzuwachen und sich was waermeres anzuziehen oder,da man meist ja noch im Halbschlaf ist, drauf zu hoffen trotz Kaelte schnell wieder einzuschlafen. Meistens entscheidet man sich fuer zweiteres um, nachdem man zum 5 mal aufgewacht ist, sich doch was anzuziehen. Naja. Als wir aufwachten waren alle Scheiben beschlagen, so kalt war es draussen. Das Thermometer zeigte schliesslich frische 40 Grad Fahrenheit an (ca. 4 Grad Celsius). Da wir bis jetzt nur Themperaturen von mindestens 20 Grad mehr gewohnt waren war dies erst ein kleiner Schock. Mussten wir doch tatsaechlich wieder eine lange Hose aus der Tasche holen. Als dann aber die Sonne rauskam wurde es wieder schoen warm und schnell hatten wir die gewohnten 30 Grad. Da es im Park oeffentliche Duschen gibt, die jeder fuer 5$ nutzen kann nutzten wir dies sofort aus um frisch in den Tag zu starten. Wir sahen uns die grossen Wassefaelle an und gingen anschliessend den 3 1/2 Meilen Weg zum Mirror Lake. Dieser lag in einem Bergloewen Habitat und auf Hinweisschildern standen Verhaltensweisse wenn man einem begegnet. Ruhig bleiben, so gross wie moeglich machen, aber wenn alles nichts hilft der letzte coole Hinweis: “if he attacks, fight back!”. Fanden wir irgendwie eine lustige Formulierung. Da der See aber nicht wirklich so eindrucksvoll war wie erhofft gingen wir den Weg auch schnell wieder zurueck. Naja “schnell”, denn die Sonne wurde intensiver und machte es unmoeglich sich schnell fortzubewegen, weil man sich immer nur von Schatten zu Schatten retten konnte um der Hitze zu entgehen. Nach einem ordentlichen Fussmarsch wieder beim Auto angekommen hatten wir dann auch die Nase voll vom Wandern. Auf dem Weg nach draussen noch bei ein paar Sehenswuerdigkeit angehalten ging es dann gegen Nachmittag auch schon weiter. Heute mal unabsichtlich den Eintritt zum Park geprellt, denn als wir am Ausgang bezahlen wollten kramte Sebi auf der Rueckbank nach dem Portmoneie, aber der Ranger glaubte er wuerde das Ticket suchen was man normalerweisse am Eingang kauft (wir sind so spaet gestern angekommen das die Station schon geschlossen war) und winkte und dann mit einem freundlichen “oh thats fine, im sure you got it” nach draussen. Vielen Danke fuer ihre Leichtglaeubigkeit. Und Tschues. Lake Tahoe war das naechste Ziel. Vom Highway 140 auf die 49 und dann ab auf die 108. so war der Plan. Auf dem Highway 108 jedoch fielen uns seltsame Schilder auf mit der Aufschrift “108 closed, 26 miles after Strawberry”. Nach anfaenglicher Skepsis und einem Stop bei der Ranger Station, der uns leider nicht weiterhalf fuhren wir zurueck zur naechstgelegenen Tankstelle wo sich unsere Befuerchtung bewahrheitete. “oh the pass is closed. It’s gonna be open on thursday though. so if you wanna go to lake tahoe you gotta go back to 49 ….” . Also “go back” war nicht zu vermeiden (woher soll man auch ahnen, dass die Amis zu faul sind einen ihrer Hauptverkehrswege zu raeumen), allerdings wurde uns der Umweg dann doch etwas zu gross und so beschlossen wir Lake Tahoe wegfallen zu lassen und stattdessen schon nach Sacramento zu fahren um die dazugewonnen Zeit im Anschluss an der Kueste zu verbringen. Ein paar Tage am Strand wollen wir eh noch haben. So richtiger Urlaub halt. Faul in der Sonne liegen und es uns gut gehen lassen. Sacramento vor Augen fuhren wir also weiter. Da es schon ziemlich spaet geworden war und wir beide nicht wirklich in Stimmung waren zu fahren beschlossen wir uns unserem Ziel wenigstens noch ein kleines Stueck zu naehern. Irgendwie fuhren wir aber immer weiter und weiter bis wir letztendlich doch noch ankamen. Mittlerweile ist es 12 Uhr und Timo sucht nach einem Parkplatz. Sobald wir was gefunden haben wird wohl erst mal geschlafen. Viel zu KO um noch irgendwas zu machen.

Sebastian & Timo

Bilder vom heutigen Tag hier

07
Mai

Wie ein grosser Spielplatz..

Der Tag begann wie ueblich, mit Kornflakes (mittlerweile Grundnahrunsmittel). Kurz darauf ging es auch schon in die “Wildnis” , denn gegenueber vom Picknickplatz waren ein paar grosse Felsen. Es dauerte nicht lange bis das Kind im Manne durchkam und mich (Sebastian) der Kletterdrang packte. Schon war der erste Felsen erklummen. Es sollte nur einer von vielen an diesem Tage sein (sooo viel Spass). Zurueck im Auto machten wir uns dann auf den Weg zum Giant Tree Forest. Unterwegs wurden die Baeume immer und immer groesser bis wir schliesslich die ersten Sequoias sahen. Nach einem obligatorischen Besuch des Museums vor Ort, wo sich der “Sentinel” einer der groesseren Sequoias befindet ging es weiter zum GROESSTEN BAUM DER WELT. General Sherman. Wichtig hierbei: der groesste Baum der Welt ist nicht der hoechste, auch nicht der breiteste, sondern der Baum mit dem groessten Volumen. Alles in einem ein ziemlich maechtiger Baum. Ein bisschen durch die Umgebung gelaufen fand sich dann schliesslich auch der erste “Wasserfall”. Zwar noch in Miniaturausgabe aber immerhin. Nachdem wir genug vom Wald hatten ging es mit dem Auto weiter den Berg hoch und wieder runter und wieder hoch. Sooo hoch, dass wir sogar Schnee hatten. Von Oben ein paar schoene Bilder von der Landschaft gemacht ging es dann den kurvigen Highway 180 runter in den Kings Canyon, wo wir an einem See hielten. Da es langsam spaet wurde und wir noch ein gutes Stueck Fahrt vor uns hatten beschlossen wir den Park zu verlassen und Richtung Yosemite aufzubrechen. Da der Weg dorthin quasi aus einer Strasse besteht, war die Fahrt nicht wirklich spannend, aber die Aussicht auf den letzten 20 Meilen wirklich schoen. Gegen Abend erreichten wir dann den Park, wo mal niemand anzutreffen war, so dass wir (bis jetzt) keinen Eintritt bezahlen mussten. Ein Stueck in den Park hineingefahren fand sich auch gleich ein Parkplatz zum schlafen. Zuerst ging es jedoch ans Bilder sortieren. In den letzten Tagen hatte sich einiges angesammelt und da es fast unmoeglich war ein offenes W-Lan Netz zu finden bot sich auch keinerlei Moeglichkeit etwas hochzuladen. Zum Abschluss des Tages mal wieder 2 Folgen Scrubs und dann endlich der wohlverdiente Schlaf.

Sebastian & Timo
Eindruecke des Tages hier

07
Mai

Ein Hoch auf die faulen Amis und ihre Automatik Autos

Fuer den heutigen Tag hatten wir uns ein gutes Stueck Strecke vorgenommen, da wir am Death Valley vorbei zum Sequoia und Kings Canyon Nationalpark fahren wollten. Wieder an Las Vegas vorbei ging es dann ueber die Interstate 15, Route 99 und Route 65 (mist, knap vorbei) gen Nationalparks. Endlos lange, gerade Strassen wechselten sich mit endlos langen und geraden Strassen ab bevor sie dann zu endlosen geraden Strassen uebergingen. Ich kann mich an vielleicht 3 nennenswerte Kurven erinnern. Dazu gab es dann noch Stau. Doch dank Automatik-Schaltung und dem Stichwort “cruise engaged” liess sich auch das gemuetlich ueberstehen. Doch zur Bequemlichkeit gesellte sich dann recht schnell die Muedigkeit, aber dank Sonnenbrille fiel es dann nicht auf wenn man ab und zu ein wenig wegdoeste. Spaetestens das Gesicht auf der Hupe erinnerte einen dann daran das man ja eigentlich hinterm Steuer sass. Irgendwann machten wir dann mal eine kleine Pause, wie sich rausstellte an irgendeinem Blumen, Gewaechs, Irgendwas Garten, der aber offensichtlich Oeffnungszeiten hatte und die wohl gerade zu Ende waren. Den als wir uns gemuetlich am Parkplatz kurz ausruhten, kam eine Angestellte und war untroestlich das der Garten jetzt leider schliessen wuerde und das sie sich freuen wuerde wenn wir morgen wieder kommen wuerden. “Aehm .. echt jetzt, ihr macht schon zu? ja, schade, dann kommen wir natuelich morgen wieder”. Naja. Das letzte Stueck zu den Parks wollten wir dann allerdings ueber eine kleinere, landschaftlich schoenere Strasse fahren. Angepeilte Richtung war der Lake Isabella. Also bei einer Y Kreuzung logischweisse dem Schild nach Richtung eben diesem gefahren. Ein Gespraechsausschnitt am Ende unserer Abkuerzung:

“also so langsam sollte der See mal kommen ..”
“hmm .. die Kurve kommt mir bekannt vor .. “
“ahh .. da ist ein Schild”
“hmm .. das Schild kommt mir bekant vor”
“WIR SIND IM KREIS GEFAHREN!?!?!?!”

ziemlich verrueckt das Ganze, keinen See gesehen, kein Schild oder Abzweigung gesehen, Berge rauf, Berge runter gefahren und am Ende am Ausgangspunkt gelandet. Also im Endeffekt fuer 40 eigentlich sinnlose Meilen knapp 2h gebraucht. Allerdings war die Landschaft echt schoen, gold gelbe Wiesen und Haenge, die unglaublich “weich” aussahen etc., die “Abkuerzung” wird also nicht als Fehler eingestuft.
Nach etwa 350 Meilen, einem leeren Tank, dem beunruhigendem Hinweis im Auto “change oil soon” und “oil life 0%”, erreichten wir am spaeten Abend den Sequoia Nationalpark, wo wir uns wieder ein Plaetzchen zum Schlafen suchten.
Achja, wir verbessern uebrigends die Welt, den wir haben uns vorgenommen alle Insekten auszurotten, indem wir sie mit dem Auto rammen. Wen einem Nachts Autos mit Licht entgegen kommen koennen wir schon garnichts mehr sehen, da die Scheibe so vermatscht ist und die Insekten das Licht so komisch reflektieren. Aber es ist ja fuer eine gute Sache.

Sebastian & Timo
Bilder

07
Mai

Ich haette gern einmal Grand Canyon und 2 mal Hoover Dam bitte,…

Der Morgen begann wie ach so oft mit einer nahrhaften Schuessel Kornflakes aus einem der drei 1 Kg Saecke. Noch schnell was anderes angezogen und auf gings. Erst mal am Boulder City Visitors Center halt gemacht um die Las Vegas Bilder hochzuladen, ging es dann auch schon weiter. Erster Halt war Lake Mead, wo wir uns allerdings nicht lange aufhielten. Schnell sassen wir wieder im Auto auf dem Weg zum naechsten Ziel, dem Hoover Damm. Nach einer Sicherheitskontrolle stellten wir ueberaschenderweise fest, dass die angekuendigten 10$ Fee entfielen, da die Umgehungsstrasse zur Zeit erneuert wird. Glueck fuer uns. Am 7$ Parkplatz vorbei und 20 Meter weiter auf den kostenlosen gefahren, ging es dann zu Fuss weiter.Einmal drueber gelaufen ging es weiter Richtung Grand Canyon. Etliche Meilen durch karge Landschaften und Wuestensteppen bis wir dann auf die Abfahrt Grand Canyon West stiessen. Ab hier wurde es abenteuerlich, weil der Weg dorthin ledigleich eine Schotterstrasse ist, die in der Regenzeit regelmaessig ausgewaschen wird und dementsprechend gut erhalten ist. Die letzten 5 Meilen waren dann wieder richtig Strasse. An einem kleinen Haeusschen die 20$ Parkgebuehr bezahlt ging es dann ins Besucherzentrum wo wir erfuhren das man ein Ticket fuer den Bus kaufen muss, der einen dann an die verschiedenen Aussichtspunkte bringt. 20$ Parken + 33$ Busticket pro Person kostet der Spass (ganz schoen happig fuer ein Loch in der Erde). Arm werden Indianer, denen das Land gehoert also garantiert nicht. Naja weiter ging es mit dem Bus zum ersten Aussichtspunkt, Eagle Point. Dort befindet sich auch der Skywalk, eine Art Glasweg der ein Stueck ueber den Grand Canyon herausragt. Da der Spass aber nochmal 30$ kosten sollte, begnuegten wir uns mit dem Rand. Was soll man sagen. Ganz schoen tief und ganz schoen gross. Der Rand ist auch in keinster Weise abgesperrt oder sonstiges, also ein, zwei Meter hinter uns auf den Bildern geht es dann mal eben einen Kilometer in die Tiefe. Die Landschaft wirkt fast surreal durch ihre Weite. Der zweite Halt war Guano Point. Von hier aus hatte man einen super Blick auf den Canyon und den durch ihn fliessenden Colorado River. Da es leider schon recht spaet und deshalb auch dunkel geworden war wurde es immer schwerer gute Bilder zu bekommen und deswegen genossen wir noch etwas den Ausblick und fuhren dann mit dem Bus zurueck zum Besucherzentrum wo wir eine kostenlose Urkunde bekamen (Jaha immerhin das ist im Eintrittspreis enthalten!). Da wir keine Lust hatten in der Einoede zu schlafen und der Tank noch voll genug war um zurueck zu fahren entschlossen wir uns kurze Hand wieder zum Kirchenparkplatz zu fahren. Ca. 130 Meilen trennten uns allerdings noch von unserer Schlafstaette. Also wieder die Schotterstrasse runter, durch die Einoede endlich auf die Route 93 und wieder zum Hoover Dam. Da dieser beleuchtet war, machten wir noch einmal Halt um ein paar Bilder zu machen (sieht bei Nacht echt cool aus). Im Anschluss ging es dann weiter zum Parkplatz, wo wir schon die letzte Nacht verbracht hatten. Nach 2 (mittlerweile obligatorischen) Folgen Scrubs wollten wir dann schlafen, was sich allerdings als gar nicht so einfach erwies, da es so unglaublich warm im Auto war, dass wir erst mal lueften mussten.

Sebastian & Timo
Viele Bilder hier




 

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