Der Tag begann wieder frueh, viel zu frueh. Um genauer zu sein mitten in der Nacht, denn Draussen war es ganz schoen kalt geworden und deswegen wurde erst mal der Pullover aus der chaotischen Hinterbank gekramt und sich dann in den Schlafsack eingemuemmelt. Man steht immer vor der Wahl entweder richtig aufzuwachen und sich was waermeres anzuziehen oder,da man meist ja noch im Halbschlaf ist, drauf zu hoffen trotz Kaelte schnell wieder einzuschlafen. Meistens entscheidet man sich fuer zweiteres um, nachdem man zum 5 mal aufgewacht ist, sich doch was anzuziehen. Naja. Als wir aufwachten waren alle Scheiben beschlagen, so kalt war es draussen. Das Thermometer zeigte schliesslich frische 40 Grad Fahrenheit an (ca. 4 Grad Celsius). Da wir bis jetzt nur Themperaturen von mindestens 20 Grad mehr gewohnt waren war dies erst ein kleiner Schock. Mussten wir doch tatsaechlich wieder eine lange Hose aus der Tasche holen. Als dann aber die Sonne rauskam wurde es wieder schoen warm und schnell hatten wir die gewohnten 30 Grad. Da es im Park oeffentliche Duschen gibt, die jeder fuer 5$ nutzen kann nutzten wir dies sofort aus um frisch in den Tag zu starten. Wir sahen uns die grossen Wassefaelle an und gingen anschliessend den 3 1/2 Meilen Weg zum Mirror Lake. Dieser lag in einem Bergloewen Habitat und auf Hinweisschildern standen Verhaltensweisse wenn man einem begegnet. Ruhig bleiben, so gross wie moeglich machen, aber wenn alles nichts hilft der letzte coole Hinweis: „if he attacks, fight back!“. Fanden wir irgendwie eine lustige Formulierung. Da der See aber nicht wirklich so eindrucksvoll war wie erhofft gingen wir den Weg auch schnell wieder zurueck. Naja „schnell“, denn die Sonne wurde intensiver und machte es unmoeglich sich schnell fortzubewegen, weil man sich immer nur von Schatten zu Schatten retten konnte um der Hitze zu entgehen. Nach einem ordentlichen Fussmarsch wieder beim Auto angekommen hatten wir dann auch die Nase voll vom Wandern. Auf dem Weg nach draussen noch bei ein paar Sehenswuerdigkeit angehalten ging es dann gegen Nachmittag auch schon weiter. Heute mal unabsichtlich den Eintritt zum Park geprellt, denn als wir am Ausgang bezahlen wollten kramte Sebi auf der Rueckbank nach dem Portmoneie, aber der Ranger glaubte er wuerde das Ticket suchen was man normalerweisse am Eingang kauft (wir sind so spaet gestern angekommen das die Station schon geschlossen war) und winkte und dann mit einem freundlichen „oh thats fine, im sure you got it“ nach draussen. Vielen Danke fuer ihre Leichtglaeubigkeit. Und Tschues. Lake Tahoe war das naechste Ziel. Vom Highway 140 auf die 49 und dann ab auf die 108. so war der Plan. Auf dem Highway 108 jedoch fielen uns seltsame Schilder auf mit der Aufschrift „108 closed, 26 miles after Strawberry“. Nach anfaenglicher Skepsis und einem Stop bei der Ranger Station, der uns leider nicht weiterhalf fuhren wir zurueck zur naechstgelegenen Tankstelle wo sich unsere Befuerchtung bewahrheitete. „oh the pass is closed. It’s gonna be open on thursday though. so if you wanna go to lake tahoe you gotta go back to 49 ….“ . Also „go back“ war nicht zu vermeiden (woher soll man auch ahnen, dass die Amis zu faul sind einen ihrer Hauptverkehrswege zu raeumen), allerdings wurde uns der Umweg dann doch etwas zu gross und so beschlossen wir Lake Tahoe wegfallen zu lassen und stattdessen schon nach Sacramento zu fahren um die dazugewonnen Zeit im Anschluss an der Kueste zu verbringen. Ein paar Tage am Strand wollen wir eh noch haben. So richtiger Urlaub halt. Faul in der Sonne liegen und es uns gut gehen lassen. Sacramento vor Augen fuhren wir also weiter. Da es schon ziemlich spaet geworden war und wir beide nicht wirklich in Stimmung waren zu fahren beschlossen wir uns unserem Ziel wenigstens noch ein kleines Stueck zu naehern. Irgendwie fuhren wir aber immer weiter und weiter bis wir letztendlich doch noch ankamen. Mittlerweile ist es 12 Uhr und Timo sucht nach einem Parkplatz. Sobald wir was gefunden haben wird wohl erst mal geschlafen. Viel zu KO um noch irgendwas zu machen.
Sebastian & Timo
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