Archiv der Kategorie 'Joshua Tree Park'

02
Mai

Sonne, Steine, Selbstausloeser

Der Tag begann frueh, zu frueh denn gegen 6.20 Uhr am Morgen stand bereits der erste Ranger auf dem Parkplatz und leerte die Muelleimer. “Naja lieber schnell aufwachen und weiterfahren, bevor der noch auf die Idee kommt bloede Fragen zu stellen”, dachten wir uns und fuhren weiter Richtung Norden durch den Park. Nach einigen Zwischenstops an diversen Exhibit Points (kleine Parkbuchten am Rand der Strasse) machten wir schliesslich Halt an einem Picknickplatz wo wir mit herrlichen Ausblick (mal wieder) die obligatorische Schuessel Kornflakes assen. Dieser riesige Fels unmittelbar vor unserer Nase schrie gerade zu nach ein paar Selbstausloeserbildern. Ausserdem fiel uns ein, das Timo ja noch seine kleine Digitalkamera dabei hat und so beschlossen wir ein paar Videos zu machen. Als dem Spieltrieb genuege getan war (fuers erste) gings dann weiter zum Keys View. Eine Aussichtsplattform auf einem Berg von der man bei guter Sicht bis nach Mexico sehen kann. Natuerlich hatten wir keine gute Sicht, aber der Ausblick war trotzdem toll. Weiter gings zum Barker Damm bzw. dem Hiking Trail. Zwar habe ich (Sebastian) noch nie erkannt was genau an Wandern jetzt eigentlich genau so toll sein soll, da es sich aber nur um einen 2 Meilen Rundweg handelte dachte ich mir was solls. Immerhin sind wir mittlerweile ein ordentliches Laufpensum gewohnt. Da der Spieltrieb wieder durch kam und sich die Umgebung anbot wurde der Selbstausloeser wieder ausgepackt. Zurueck beim Auto haben wir erst mal jede Menge Wasser getrunken. Zwar war es gar nicht sooo heiss (ca. 25 Grad), aber die Sonne knallt einem so extrem auf den Kopf, dass es einem schnell wie 40 Grad vorkommen kann. Da der Park ansonsten, ausser seinen lustigen Baeumen (Joshua Trees) nicht mehr wirklich viel zu bieten hatte und der Tag noch relativ jung wir beschlossen wir weiter Richtung Las Vegas zu fahren. Auf direktem Weg liegt das Mojave National Preserve und da man dort umsonst campen kann ging es dort hin. Der Weg war recht lang und fuehrte ueber ewig lange, schnurgerade Strassen die irgendwo am Horizont zu verschwinden schienen. Schliesslich naeherten wir uns den Bergen und dem angestrebten Mojave Preserve.
Bilder dazu gibts hier

02
Mai

Irgendwo im Nirgendwo

Luxus pur: auch am morgen gabs noch einmal eine Dusche bevor wir von der netten Frau an der Rezeption mit den Worten bzw. der Frage und einem breiten Grinsen “no longer wanna stay at shark bay!?” verabschiedet wurden. Neeee lass mal, liess sich ja trotz gezielter Provokation nicht blicken.
Jetzt hiess es erst einmal die Kueste hinter uns zu lassen und das Landesinnere unsicher zu machen. Der Joshua Tree Park war das angestrebte Ziel. Die Landschaft auf dem Weg dorthin war “interessant”, sehr felsig und einoedig. Die Strasse fuehrte ueber sehr viele Kurven die Berge rauf und wieder runter und rauf und wieder runter und rauf und …… Nach einem kurzen Stop in der Oase Palm Desert und den ersten klimatischen Eindruecken (38 Grad Celsius) ging es dann weiter nach Palm Springs wo wir die Library und WLAN suchten und beides fanden. Dort angelangt machten wir uns dran die Berichte und Fotos der letzten Tage hochzuladen und verbrachten letztendlich viel zu viel Zeit dort. Haette man uns vorher gesagt das man in einem Raum mit tausenden von Buechern so viel Zeit verbringen kann, haetten wir ihn fuer verrueckt erklaert. Naja, Stunden spaeter ging es dann weiter noch ein paar Lebensmittel einkaufen und das erste mal tanken. Eine Gallone (3,8 Liter) fuer 3,80 Dollar (also ca. 0,65 Euro pro Liter). Komischerweisse nahm der “Tankautomat” keine Kreditkarten (ja es gibt tatsaechlich etwas in Amerika, dass man nicht mit Kreditkarte bezahlen kann) , so dass die gute alte EC Karte zum Einsatz kam, muss man nicht verstehen.
In der mittlerweile eingesetzten Dunkelheit machten wir uns via Hwy 111 und Interstate 10 auf zum Park. Dunkelheit bestimmte die Strasse zum Park und als es dann in den Park ging es war es stockfinster. Komisches Gefuehl alleine auf einer Strasse durch dunkelstes Dunkel zu fahren. Am Visitors Center angekommen fanden wir natuerlich keine Ranger mehr vor, sodass wir aber auch noch nicht die Gebuehren fuer den Eintritt in den Park zahlen mussten. Bei der Auswahl zwischen Campingplatz und Parkplatz vor dem Visitor Center entschieden wir uns fuer das Schlafen vorm Visitor Center, da dies entschieden billiger ist, sollten nur vor den Rangern wach sein, bzw. gute Ausreden parat haben.
Achja, der Sternenhimmel ist sehr fein, angeblich kann man sogar die Milchstrasse sehen, wir bilden uns auch ein das wir sie sehen koennen, koennte allerdings auch nur eine Wolke sein. Wir werden es herausfinden. Allerdings erst nach einer guten Muetze voll Schlaf.

Gute Nacht
Sebastian & Timo
Bilder des heutigen Tages hier




 

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